Plea for nuclear energy
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Für Hans-Peter Villis ist es eindeutig: „Wir brauchen Kernkraftwerke, um unseren Energiebedarf zu decken.“ In seiner Antrittsvorlesung sprach der neue Heinrich-Hertz-Gastprofessor über die „Energieversorgung zwischen Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Politik“. Als Vorsitzender des Vorstands der EnBW hat er die Fakten parat, um das „Zieldreieck: Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit“ auszuleuchten und die globalen Rahmenbedingungen der Energieversorgung der nächsten 20 Jahre zu skizzieren: Schon ab 2020 wird es eine Stromlücke von rund 12.000 Megawatt geben, wenn wir aus der Kernenergie aussteigen. |
![]() Um sich möglichst unabhängig von anderen Ländern zu machen, wird in Deutschland in Zukunft viel in andere Energiegewinnungsmethoden investiert, zum Beispiel in Windkraftwerke in der Ostsee, off-shore. Viele neue Technologien werden aber, so Villis, von der Bevölkerung abgelehnt, auch das neue Kohlekraftwerk in Karlsruhe. Man müsse aber, so Villis’ Schlussappell, nicht nur auf die Umwelt sehen, sondern auch auf die Wirtschaftlichkeit, ohne ideologisch verblendet zu sein. Vor allem, weil Kernkraftwerke ohne CO2-Ausstoß arbeiten und deshalb volkswirtschaftlich günstiger seien. Da aber die Regierung den Ausstieg beschlossen hat, investiert die EnBW in erneuerbare Energien. Die Kosten allerdings müssten die Bürger tragen. Bei seinem ersten Auftritt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) trug sich Villis ins Goldene Buch der Universität ein (Foto 1). Rektor Horst Hippler (links) und Horst Marschall, Vorsitzender der Karlsruher Universitätsgesellschaft (KUG), überreichten Villis die Urkunde zur Professur (Foto 2). Die KUG finanziert die Hertz-Gastprofessur - den Scheck über 7500 Euro gab Villis der KUG postwendend zurück, damit sie ihn für einen sozialen Zweck einsetzen kann.
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